Alternativer Friedensnobelpreis für Alyn Ware

– Koordinator des Weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit (Neuseeland)

Neben drei weiteren Preisträgern erhielt Alyn Ware den „Right Livelihood Award“, besser bekannt als Alternativer Friedensnobelpreis. Der Neuseeländer ist Koordinator des Weltweiten Marschs für Frieden und Gewaltfreiheit in Neuseeland (Aotearoa) und wurde „für seinen Einsatz und seine internationalen Initiativen über zwei Jahrzehnte zur Stärkung der Friedenserziehung und zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt“ ausgezeichnet.

Der Preis „für die richtige Lebensweise“, so die Übersetzung, wurde im Jahre 1980 durch den Deutsch-Schweden Jakob von Uexküll ins Leben gerufen und wird alljährlich an Personen oder Organisationen vergeben, die sich mit praktischen Lösungen und Modellen für die Lösung der dringendsten Probleme der Zeit einsetzen. Neben Ware wurde der Kongolese René Ngongo, die in Äthiopien tätige Australierin Catherine Hamlin und kanadische Wissenschaftsjournalist David Suzuki für den Ehrenpreis von 82 Kandidaten aus 46 Ländern ausgezeichnet. Der mit insgesamt 200.000 Euro dotierte Preis wird am 4. Dezember 2009 im schwedischen Parlament verliehen.

1995 hatte Alyn Ware das internationale Netzwerk Abolition 2000 mitbegründet, dem inzwischen über 2.000 Mitgliedsorganisationen angehören und das sich für ein internationales Abkommen einsetzt, das alle Atomwaffen vernichtet und verbietet. Im Anschluss an die Empfehlung des Internationalen Gerichtshofes, den Einsatzes oder allein die Drohung mit Atomwaffen für illegal zu erklären, entwarf Ware eine UN-Resolution zur Verankerung der Empfehlung durch ein internationales Atomwaffenabkommen, das ebenso die notwendigen rechtlichen, technischen und politischen Maßnahmen aufzeigt. Seitdem hat diese Resolution die Zustimmung von gut 125 Ländern in der UN Hauptversammlung erhalten, der UNO-Generalsekretär setzte sich nachhaltig dafür ein.

Ware stellte fest, dass sein Engagement zur Friedenserziehung in Schulen eng mit dem internationalen Einsatz für Frieden und Abrüstung verflochten ist: „Die Grundlagen für Frieden sind dieselben, ganz gleich, ob nun in der Schule, zu Hause, in der Gemeinde oder auf internationaler Ebene. In erster Linie geht es darum, unsere Konflikte so zu lösen, dass beide Seiten davon profitieren und die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt werden. Meine Arbeit im Kindergarten war in dieser Hinsicht eine gute Vorbereitung auf meine spätere internationale Friedens- und Abrüstungsarbeit. Und wenn ich dann wieder zurück im Klassenzimmer bin, kann ich die Schüler mit der Erkenntnis unterstützen, dass die Ideen und Ansätze, die sie zur Konfliktlösung anwenden, denen der Vereinten ziemlich nahe kommen.“

Quellen und weitere Informationen: Pressenza IPA, www.rightlivelihood.org

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