Aufruf an alle Schule

Beteiligt euch an dem Weltweiten Marsch
für Frieden und Gewaltfreiheit!




Einen Menschen großzuziehen dauert 21 Jahre, einen Menschen zu töten nur wenige Sekunden.

Noch immer . . .
... werden Interessenskonflikte zwischen Nationen, Völkern oder Anhängern unterschiedlicher Religionen mit Waffengewalt ausgetragen.
... drohen weltweit zahlreiche Konflikte zu eskalieren.
... ist die Gefahr eines Atomkriegs nicht gebannt.
... werden Menschen in Krisensituationen gewalttätig, sogar gegen Personen, die ihnen besonders nahe stehen.

Seit einiger Zeit . . .
... ist der Umgang der Menschen miteinander in der Öffentlichkeit rücksichtsloser geworden.
... werden über die Medien äußere Werte propagiert: Body, Gesicht, Auftreten und Erfolg.
... hat die unausgesprochene Norm „Du bist, was du hast“ andere Werte überlagert.
... droht die Freiheit des Individuums in eine Diktatur des Individuums überzugehen.

Seit Jahrtausenden . . .
... sind eigentlich Grundwerte wie Respekt vor dem Mitmenschen und Hilfsbereitschaft Bestandteile jeder Kultur.
... verwenden Menschen ihre Intelligenz darauf neue, immer raffiniertere und immer flächendecken­dere Formen des Tötens zu kreieren.

Die Zeit ist reif.
In einer Zeit, in der die Menschen die Natur und nahezu jeden Zentimeter des Planeten be­herrschen und die ersten bereits überlegen, für eine gentechnisch neu gezüchtete Art auf der Basis mensch­li­cher Erbmasse Lebensformen im Weltraum zu schaffen, die diesen ermög­li­chen, durch Wurmlöcher, d.h. Schläuche aus gekrümmter Raumzeit, in andere Galaxien vor­zudringen, ist es auch an der Zeit, darü­ber nachzudenken, wie der Mensch sich selbst beherr­schen und mit sich und seinesgleichen in Ein­klang leben könnte.

Heute . . .
... kann keiner mehr die Augen vor den Problemen der Welt verschließen und behaupten, er wüsste davon nichts.
... kann nur eine konstruktive Zusammenarbeit aller Völker und Nationen dieser Erde die Herausforderungen der Zukunft meistern.
... hätte ohne den Egoismus einzelner jeder einen Arbeitsplatz und genug zum Leben.
... könnte mit dem Bemühen aller jeder in Würde aufwachsen und sich entfalten.
... würde ein Miteinander aller Menschen dieser Erde dazu führen, dass jeder einzelne glücklicher ist.

Ziel des Marsches ist es, auf breiter Ebene ein Bewusstsein zu schaffen . . .
... für einen sensibleren Umgang miteinander,
... für die verschiedenen Möglichkeiten friedlicher Konfliktlösung,
... für das Bemühen eines jeden einzelnen seine Ziele zu erreichen, nicht nur, ohne das Wohl anderer zu beein­träch­tigen, sondern vielleicht sogar, indem er gleichzeitig anderen hilft,
... und dafür, dass angesichts der Schrecken des Krieges Frieden über allen anderen Interessen zu stehen hat.

Gewalt anwenden kann ein einzelner, einen Krieg beginnen kann eine kleine Gruppe, den Frieden wahren können nur alle gemeinsam.

Ein weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit (WWM)

Die Idee kommt aus Spanien und geht aus von der humanistischen Friedensinitiative mundo sin guerras (= Welt ohne Kriege). Er wird inzwischen unterstützt von Organisationen wie Amnesty, der Welthungerhilfe oder Ines (International Network of Engeneers and Scientists for Global Res­pon­sa­bility) und offiziell angekündigt auf der Amerikanischen Internetseite der World Federation of United Nations Asso­­cia­tions (www.change.org/wfuna).
Er beginnt am 2. Oktober 2009, dem Geburtstag Mahatma Gandhis, in Neuseeland und geht über Australien, die Philippinen, Indien, China, Japan und Russland nach Europa und von dort aus über Af­rika und Nordamerika nach Südamerika durch insgesamt 90 Län­­der und sechs Konti­nen­te. Am 2. Januar 2010 endet er im Punta de Vacas Park in Ar­gen­tinien. Größere Entfer­nun­gen werden nicht zu Fuß zurückgelegt, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Eisenbahnen, Bussen und Schiffen, aber auch privaten Fahrzeugen unter­schied­licher Art. Wenn der WWM einen bestimm­ten Ort erreicht, empfängt ihn dort ein buntes Programm, z.B. Diskussionen, Tagungen, Feste, Konzerte, kulturelle Veranstal­tungen und Happenings jeg­li­cher Art. Sie sollten sich möglichst nicht auf den Tag beschrän­ken, an dem der Marsch das jeweilige Land erreicht und natürlich auch nicht auf den Ort, den er an­steuert, sondern sie können ab sofort und überall stattfinden. Durchgeführt werden sie von den ver­schie­denen Gruppen, Initiativen und Institutionen, die sich beteiligen wollen. Am 7. November kommt der Weltweite Marsch nach Deutschland, und zwar nach Berlin. Dort wird am 7. und 8. November ein inter­na­tio­na­ler Kongress der Friedensnobelpreisträger stattfinden.
Unterstützer: Inzwischen unterstützen zahlreiche Prominente und Politiker das Pro­jekt, z. B. der Dalai Lama, Desmond Tutu, Arun Gandhi oder Yoko Ono, Staatsoberhäupter, wie die Präsidentin von Chile, Michelle Bachelet, der Präsident von Kroatien, Stjepan Mesić oder Francisco de la Torre Prados, der Bürgermeister von Malaga, wo am 30.01.2009 rund 800 Erziehungs­ein­rich­tun­gen über den Marsch informiert haben.


Aggression und Gewalt – ein Thema für Jugendliche


Einerseits nehmen zwar gewalttätige Auseinandersetzungen unter Jugendlichen insgesamt ab, an­de­rer­­seits stellen neuere Formen aggressiven Verhaltens eine Herausforderung für alle Beteiligten des Schullebens dar, so zum Beispiel immer neue Formen des Mobbings oder das traurige und schwer er­klär­bare Phäno­men der Amokläufe.
Die Jugendlichen heute stehen vor der Herausforderung, ihren Platz zu finden, nicht mehr nur innerhalb der Klasse oder einer dörflichen oder städtischen Struktur, sondern in einem globalen Rahmen. Dies wirkt für viele verunsichernd. Ein Grund für den wachsenden Nationalismus?
Gewalt scheint für viele Jugendliche kein Tabu, für manche sogar „Spaß“ zu sein. Vorbilder für eine gewisse Skrupellosigkeit finden sie leider sowohl in den Medien als auch in der Wirklichkeit. Diese liefern zwar ebenso positive Verhaltensmodelle, aber die Heranwachsenden, die noch auf der Suche nach ihrer Identität sind, sind empfänglich für alles Mögliche, handeln häufig noch impulsiv und können nicht immer zu allen Einflüssen eine kritische Distanz aufbauen. Gerade unsichere Jugendliche, die sich schwach und bedeutungslos fühlen, assoziieren „Gewalt“ mit der Stärke, die sie sich für sich selbst so sehr wünschen. Die Folgen ihres Handelns für ihre eigene Zukunft – und die der anderen – nehmen im Denken der Jugendlichen in einer bestimmten Entwicklungsphase einen geringen Stellenwert ein.

Auf der anderen Seite sind Jugendliche aber auch brennend interessiert an Gesprächen und Diskussionen zu den verschiedenen Aspekten des Themas Gewalt. Dies ist unsere Chance, der Ver­harmlosung von Gewalt, der die Jugendlichen z.B. in Computerspielen ausgesetzt sind, und der tabulosen Kommunikation, derer sich Jugendliche im Internet bedienen, etwas entgegenzusetzen und Frieden, Gewaltfreiheit und Respekt vor der Würde des Menschen als Werte und Ziele wieder ins Bewusstsein zu rücken.

Gerade Schüler besitzen unglaublich viel Potenzial, Energie und Kreativität, die viele von ihnen im Schulalltag gar nicht einsetzen können. Eine von ihnen und ihren Ideen ausgehende „coole“ Aktion bleibt für alle Beteiligten lange in Erinnerung und prägt so deren Verhalten in der Zukunft.
Ein Engagement im Rahmen des Weltweiten Marsches könnte Jugendlichen das Gefühl geben, „Geschichte zu schreiben“, nicht bedeutungslos, sondern Teil einer Welt zu sein, eine gemeinsame Sache zu machen mit Persönlichkeiten, die sie verehren, und die positive Wer­te verkörpern.
Mögliche Aktivitäten von Schulen im Rahmen des weltweiten Marsches

Rahmen: Grundsätzlich können sich einzelne Arbeitsgruppen oder Gremien einer Schu­le beteiligen (Literaturcafé, Schülerzeitung, Fachschaften, Elternbeirat) oder die Schule als Ganz­es. Natürlich ist auch eine Zusammenarbeit mehrerer Schulen und Schultypen einer Region denkbar.

Was? Im Prinzip könnt ihr alles machen, was euch einfällt: Im Rahmen des Fach­unterrichts auf das Thema eingehen, Diskussionen veranstalten, Seminare oder Projekttage, bei denen das Thema Welt­frieden genauso im Vordergrund stehen kann wie der Umgang miteinander oder mit Konflikten und Aggression, die Thematik kreativ umsetzen in musikali­schen, schau­spielerischen und andere künstlerische Darbie­tungen, Aus­stel­lungen oder kleinere Happenings, oder gar an dem Marsch in Berlin teilnehmen, z.B. im Rahmen einer Klassenfahrt.
Die Aktivitäten hängen ab von den Ideen der Mitwirkenden und dem Handlungsbedarf an den ein­zel­nen Schulen und der Schulart. Ein Berufsschul­lehrer plant beispielsweise mit seinen Schülern ein Gefährt zusam­men­zuschweißen, das bei dem welt­­­weiten Marsch mitfährt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es sind spektakuläre Aktionen angedacht im Rahmen des Marsches, wie zum Beispiel das Abspringen von Fall­schirmspringern in der Formation des Peacezeichens. Aber es kommt über­haupt nicht darauf an, dass die Aktionen spektakulär und groß angelegt sind, sondern darauf, Frieden wieder zum Thema zu machen und das Bemühen um Frieden und Gewaltfreiheit zu einem Ziel.
In diesem Fall kann sogar selbst eine kleine Aktion weltweit wahrgenommen werden. Möglichst viele Aktivitäten sollten im Internet dokumentiert werden!

Hilfe! Momentan sind wir nur eine Hand voll Leute, die versuchen, den weltweiten Marsch in Deutsch­land bekannt zu machen. Wir suchen dringend Lehrer und Erzieher für Teams (lokal, regional und deutsch­landweit), die die Aktivitäten der Schulen koordinieren, sammeln und dokumentieren. – Auch hier könnten zuverlässige Schüler beteiligt werden.

Kontakt:

Karin Geissler: karin@neuer-humanismus.de
Hannelore Bauer: HaloreBa@gmx.de
Oder AnkeBurgmann@gmx.de

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Marita Simon: marita@ weltweitermarsch.eu